Abstract
Seit 2015 arbeitet Nino Baumgartner an den Shortkuts, einer Serie von partizipativen und ortsspezifischen Performances. Die Shortkuts entwickelten sich aus Baumgartners Maneuver-Serie: ebenfalls Performances, allerdings ohne Publikumsbeteiligung. Bei den Shortkuts nimmt Baumgartner interessierte Personen mit auf Spaziergänge – wobei die Bezeichnung ‹Spaziergänge› zu lieblich, zu harmlos ist für die Touren, die er mit Publikum unternimmt. Denn selten gehen die Shortkuts ausgetretenen Pfaden entlang: Viel öfters führt der Künstler durch Dickicht und unwegsames Gelände; über Zäune und Bäume; in Schächte und Tunnels. Er tastet sich zusammen mit seinen Gästen vom Ausgangspunkt – dies können eine Schule oder ein Ausstellungsraum sein – langsam vor in die Umgebung; sucht die Brüche in der Stadt und die Wildnis im urbanen Raum.