Abstract
Übergeordnetes Thema meines Projektes ist die vorherrschende Gewalt in der Welt, heute wie damals, digital wie analog. Politische, religiöse oder emotionale Gründe scheinen diesen Akt der Grausamkeit immer wieder rechtfertigen zu können.
Wie im folgenden dann mit Gewalt umgegangen wird, bzw. sie dargestellt wird, ist Teil meiner Untersuchung und zeigt sich sowohl im Dispositiv der Arbeit, wie in der Verwendung unterschiedlichster Medien.
Hinzu kommt die Frage nach der Wirkung auf den Betrachter von dargestellter Gewalt und den Einfluss von Propaganda, die Allgegenwärtig zu seien scheint und sowohl rückwirkend sowie vorwärts gerichtet ist und die Meinung der Öffentlichkeit im eigenen Interesse formt und gestaltet. „Backwards framing“ als wesentlicher Bestandteil von Propaganda. Eine Technik, welche kaum wahrnehmbar das Gedächtnis und die Perspektive auf die Vergangenheit bewusst verändert und somit unsere Realität neu gestaltet. Das Resultat ist folglich eine historische und politische Realität die sich ständig erneuert, im Dienste der Propaganda, ohne jeglichen Wahrheitsanspruch. Was zählt ist nicht der Event, sondern das empfangene Bild dessen. Also das Bild in unseren Köpfen.
Das Genre des Entertaiments wird für Propaganda Zwecke immer wieder eingesetzt, da der Inhalt kaum merklich verpackt und „getarnt“ werden kann. Ein Grund also, den Comic als Dispositiv der gesamten Arbeit zu wählen und den Blick des Betrachters zu führen.
Animation-Ölbild-Plexiglasplatte